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Geschenke mit Mehrwehrt


Vorweihnachtliche Gaumenfreuden, adventliche Deko und Geschenke, Adventskalender, Nikoläuse, Spekulatius, Gewürze und Naschereien aus fairem, partnerschaftlichen Handel machen die Welt ein wenig gerechter. Sie bringen den Produzenten Wertschätzung entgegen: Ihr stellt hochwertige Waren her, wir schätzen und bezahlen das auch.

Die Gesellschaft für Partnerschaftlichen Handel (Gepa) besorgt sich Kakao und Zucker nicht auf dem Weltmarkt. Sie arbeitet mit Genossenschaften in Südamerika und Afrika zusammen. Im Advendskalender mit Schokoladentäfelchen beispielsweise steckt Kakao von „El Ceibo“ in Bolivien. Anfang der 1960 er Jahre hat die Regierung Menschen aus den Gruppen der Quechua und Aymara aus dem verarmten Hochland Boliviens in die Regenwaldregion umgesiedelt. Sie bekamen etwas Land, und bauten Lebensmittel für den Eigenbedarf und Kakao an. Sehr bald begriffen die Bauern, dass sie sich zu einer Genossenschaft zusammen schließen müssen, um den Kakao besser zu vermarkten, und von ihrer Arbeit leben zu können. 1977 gründeten 12 Dorfgemeinschaften die Genossenschaft „El Ceibo“. Den Namen haben sie sich von einem Baum geliehen, der im Urwald wächst, dem eine legendäre Überlebenskraft nachgesagt wird. 1986 wurde die Genossenschaft eine der ersten Handelspartner der Gepa und stellte die Produktion auf „Bio“ um. Den rund 1200 Bauernfamilien gibt das Sicherheit in ihrer Lebensplanung. Sie wissen, dass sie einem Mindestpreis für ihren Kakao bekommen, dass sie ihr Land nachhaltig und bodenschonend bewirtschaften, die Kinder zur Schule gehen und eine qualifizierte Arbeit finden können. Die Genossenschaft bleibt durch Fortbildungen am Puls der Zeit.

Der Zucker in Bioqualität stammt von Kleinbauern der Kooperative Manduvirá aus der Region Arroyos y Esteros (dt. „Bäche und Sümpfe“) in Paraguay. Seit 2014 verarbeiten die rund 1750 Mitglieder das Zuckerrohr in ihrer eigene Zuckermühle. Manduvirá ist seit dem Jahre 2000 Handelspartner der Gepa. Laut der Fairhandelsorganisation konnte die Kooperative durch die Partnerschaft für ihre Mitglieder unter anderem eine Gesundheitsstation mit Arzt und Zahnarzt einrichten. Hit Hilfe des sicheren Einkommens haben viele Familien ihre Häuser renoviert und an das Strom- und Wasserleitungsnetz angeschlossen.Die Milch stammt von den Milchwerken Berchtesgadener Land. Auch in Deutschland profitieren Bauern von verlässlichen Handelsbeziehungen.


 

Alte Handys - wertvolle Rohstoffe

Sie liegen vergessen in irgendwelchen Schubladen oder ganz hinten in einem Fach. Doch alte, ausrangierte Mobiltelefone haben es in sich! „Ein Handy ist ein Schatz“, sagt Gisela Volz vom Referat Entwicklung und Politik der „Mission Eine Welt“ der evangelischen Kirche. „Es enthält viele wertvolle Rohstoffe, die unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen abgebaut und verarbeitet werden“. Nach Angaben der Deutschen Telekom sind in den 124 Millionen Schubladenhandys in Deutschland über 1000 Tonnen, Kupfer, 47 Tonnen Kobalt, 32 Tonnen Silber, 3 Tonnen Gold, eine Tonne Palladium sowie Platin, Gallium, Indium, Wolfram, Tantal oder Neodym.

Der Weltladen Plattling, Bahnhofstraße 4 hat eine Sammelbox aufgestellt. Kaputte, aber auch noch funktionierende Handys können zusammen mit dem Zubehör dort eingeworfen werden. Im Recyclingcenter Teqcycle werden die Daten auf den Handys nach dem neusten Stand der Technik in einem zertifizierten Verfahren gelöscht, die Geräte sortiert um entweder wieder verwertet zu werden oder zerlegt und die Rohstoffe recycelt.